Thema der Woche: Parlamentswahlen in Georgien

Bild: Katharina Schröder/dpa

Kurzer Überblick:

  • In Georgien wurde am Samstag, 26.10. ein neues Parlament gewählt
  • Regierungspartei „Georgischer Traum“ regiert seit zwölf Jahren
  • Georgien ist seit Ende 2023 EU-Beitrittskandidat -> Prozess liegt aber wegen umstrittener Gesetze auf Eis
  • Die Wahl gilt als richtungsweisend für weitere Orientierung des Landes
  • Wahlkommission hat Sieg der Regierungspartei erklärt
  • Führende Oppositionelle vermuten Wahlfälschungen und wollen Abstimmungsergebnis nicht anerkennen

Akteure:

Regierungspartei „Georgischer Traum“

  • Gegründet von Bidsina Iwanischwili, reichster Mann Georgiens
  • Iwanischwili machte sein Vermögen in Russland
  • Vertritt einen nationalkonservativen Kurs
  • Partei wird vorgeworfen, sich zunehmend in Richtung Russlands zu orientieren
  • Kritik eines Gesetzes, das angeblich für Transparenz bei ausländischer Einflussnahme auf Nichtregierungsorganisationen sorgen soll

Opposition

  • Besteht aus mehreren proeuropäischen Wahlbündnissen
  • Wichtiger Teil ist die „Vereinte Nationale Bewegung“ unter Tinatin Bokutschawa
  • Wird von der proeuropäischen Staatspräsidentin Salome Surabischwili unterstützt
  • Die Opposition hingegen will das Land in die Europäische Union führen.

Kontroverse um die Wahl

  • Opposition will das Wahlergebnis nicht anerkennen -> vermuten Wahlfälschung
  • Zweifel auch bei internationalen Beobachtern der Wahl
    • Druck auf Wähler und Behörden
    • Gewalt gegen Beobachter
    • Stimmenkauf und Mehrfachabstimmungen
  • Regierungschef Kobachidse weist Vorwürfe zurück
    • sollte Präsidentin Surabischwili Zusammentreten des Parlaments in den nächsten zehn Tagen „sabotieren“, sei das Verstoß gegen die Verfassung

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