Thema der Woche: Harvard ohne ausländische Studierende

Bild: dpa

Kurzer Überblick

  • US-Regierung hat Harvard Universität diese Woche verboten, ausländische Studierende aufzunehmen
  • bereits eingeschriebene internationale Studierende müssen Universität verlassen → Risiko Aufenthaltsstatus in USA zu verlieren
  • in Harvard sind fast 6.800 ausländische Studierende aus mehr als 140 Ländern immatrikuliert
  • mehr als ein Viertel der Studierendenschaft

Begründung

  • Maßnahme wurde vom US-Heimatschutzministerium mit angeblicher Weigerung Harvards begründet,

    • ein sicheres Umfeld für jüdische Studierende zu schaffen
    • Kritik an den Gleichstellungsrichtlinien der Hochschule

    • Vorwurf der Zusammenarbeit mit China
  • Maßnahme steht im Kontext eines länger andauernden politischen Streits zwischen Trump-Regierung und Harvard
  • danach widersetze sich Universität politischen Vorgaben der Regierung, etwa zu Zulassungsverfahren und Diversitätsprogrammen

Auswirkungen und Reaktionen

  • Betroffene Studierende müssen entweder an eine andere US-Universität wechseln oder verlieren ihr Aufenthaltsrecht
  • erheblicher Einschnitt für Harvard → internationale Studierende machen wichtigen Teil der akademischen Gemeinschaft und Finanzierung aus
  • Universität reichte Klage beim US-Bundesgericht in Massachusetts ein → Vorgehen verstoße gegen Verfassung und habe verheerende Auswirkungen auf Studierende und Forschung
  • US-Bundesgericht erließ daraufhin einstweilige Verfügung, die Umsetzung des Regierungsbeschlusses zunächst stoppt
  • damit darf Harvard vorerst weiterhin internationale Studierende aufnehmen
  • US-Regierung geht gegen insgesamt 60 Universitäten und Hochschulen an, denen sie linksliberale Ausrichtung unterstellt

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